Das Arbeitszeugnis - alles was Du wissen musst! | cleverklagen
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Ratgeber Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis - alles was Du wissen musst!

Du solltest Dir bei jedem Jobwechsel ein Arbeitszeugnis von Deinem alten Arbeitgeber schreiben lassen. Aber auch “zwischendrin” kannst Du ein Zeugnis verlangen. Ein gutes Arbeitszeugnis kann Dir beruflich viele Türen öffnen. In diesem Artikel erklären wir Dir, worauf Du achten musst.

1.

Was ist ein Arbeitszeugnis?

Im Arbeitszeugnis schreibt Dein Chef, was Du auf der Arbeit gemacht hast und wie gut Du darin warst. Dein zukünftiger Chef kann aus dem Zeugnis erkennen, was Du drauf hast und in welchen Bereichen Du gearbeitet hast. Bei Bewerbungen ist es praktisch, gute Arbeitszeugnisse vorzeigen zu können. Wenn Dein letzter Chef mit Dir zufrieden war, schafft das Vertrauen.


Dein Chef schreibt das Arbeitszeugnis entweder selbst oder bittet Dich, es zu formulieren und unterschreibt es dann. In dem Zeugnis stehen keine echten “Schulnoten”. Stattdessen verwendet man bestimmte Floskeln, die man auch als Noten interpretieren kann. Wir erklären Dir alles, was Du dazu wissen musst.


Dein Chef hat Dich gekündigt und jetzt brauchst Du ein Arbeitszeugnis? Wusstest Du eigentlich, dass Du Dich gegen die Kündigung wehren kannst? Dann bekommst Du eine saftige Abfindung. Oder, wenn Du magst, Deinen Job zurück. Wir helfen Dir dabei. Melde Dich hier für eine kostenfreie Beratung!

2.

Habe ich einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis?

Ja, das hast Du! Du musst aber aktiv nach einem Zeugnis fragen. Sag also Deinem Chef Bescheid, wenn Du ein Arbeitszeugnis haben möchtest.

Ausnahme

Bist Du in der Berufsausbildung, muss Dein Chef automatisch zum Ende des Ausbildungsverhältnisses ein Zeugnis für Dich ausstellen. Weigert er sich, musst Du es per Klage einfordern.

3.

Was gibt es für unterschiedliche Arten von Arbeitszeugnissen?

Beim Arbeitszeugnis gibt es verschiedene Arten: Das Zwischenzeugnis und das Endzeugnis. Das Zwischenzeugnis wird Dir ausgestellt, während Du angestellt bist. Das Endzeugnis wird ausgestellt, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird.


Auch im Umfang der Zeugnisse gibt es Unterschiede: Hier gibt es ein einfaches Zeugnis und ein qualifiziertes Zeugnis.


Was Du brauchst, ist ein qualifiziertes Zeugnis. Hier werden Deine Leistungen und Dein Verhalten bewertet. Genau diese Punkte sind für zukünftige Arbeitgeber interessant. Deswegen solltest Du wirklich darauf bestehen, ein qualifiziertes Zeugnis zu bekommen!


Das einfache Zeugnis kannst Du ignorieren, denn dort wird nur die Dauer und Art Deiner Beschäftigung beschrieben.

4.

Was gehört ins Zeugnis rein?

Diese Dinge sollten auf jeden Fall in Deinem Arbeitszeugnis stehen:

Überschrift

Hier steht, dass es ein Arbeitszeugnis ist.

Einleitung

Hier werden Deine persönlichen Daten angegeben. Auch der Zeitraum, in dem Du gearbeitet hast.

Beschreibung Deiner Tätigkeit

Hier werden alle Bereiche aufgezählt, in denen Du gearbeitet und Erfahrungen gesammelt hast.

Beurteilung Deiner Leistung & Deiner Führungsleistung

Hier wird Dein Arbeitsverhalten und Deine Arbeitsqualität bewertet. Dinge wie Initiative ergreifen, Fleiß, Verantwortungsbereitschaft oder Durchsetzungsfähigkeit. Auch Deine Führungsqualitäten, wie Du Mitarbeiter motivierst, werden mit bewertet.

Wie war Dein Verhalten?

Wie bist Du mit Kollegen und Deinen Vorgesetzten umgegangen? Gab es mit Dir ein produktives, gutes Arbeitsklima?

Schlussformulierung

Hier kann der Grund angegeben werden, warum der Job beendet wird. Außerdem kann Dein Chef hier seinen Dank und Wünsche für die Zukunft hinschreiben.

Ort, Datum und Unterschrift

Die Unterschrift rundet das Schreiben ab.

5.

Was bedeuten die Formeln im Zeugnis? Die “Benotung”!

Das Zeugnis hat den Sinn, Deine Leistungen zu bewerten. Der nächste potentielle Arbeitgeber soll direkt erkennen können, was Du so drauf hast. In einem Arbeitszeugnis wird aber niemals eine richtige Note stehen. Stattdessen gibt es Formulierungen, die bestimmte Noten erkennen lassen. Das ist für den Laien nicht verständlich, aber Arbeitgeber und Rechtsanwälte kennen die gängigen Formulierungen und erkennen so direkt die “Benotung” in dem Zeugnis.


Wir haben Dir zur Orientierung eine kleine Übersicht gemacht. Hier siehst Du, welche Noten welchen Floskeln entsprechen. So kannst Du Dir schonmal einen Überblick verschaffen, ob Dein Chef Dich fair benotet hat.

Note 1Note 2Note 3Note 4Note 5
„stets zu unserer vollsten/höchsten Zufriedenheit“„stets zu unserer vollen Zufriedenheit“„stets zu unserer Zufriedenheit“„zu unserer Zufriedenheit“„Insgesamt/im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit“
„stets mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit“„mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit“„systematisch und zufriedenstellend“
„immer im höchsten Maße zuverlässig“„immer sehr zuverlässig“„immer zuverlässig“„zeigte sich zuverlässig“
„zeigte stets besonders hohes Engagement“„zeigte stets hohes Engagement“„zeigte stets Engagement“„zeigte Engagement“

Note 1

„stets zu unserer vollsten/höchsten Zufriedenheit“ „stets mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit“ „immer im höchsten Maße zuverlässig“ „zeigte stets besonders hohes Engagement“

Note 2

„stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ „mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit“ „immer sehr zuverlässig“ „zeigte stets hohes Engagement“

Note 3

„stets zu unserer Zufriedenheit“ „systematisch und zufriedenstellend“ „immer zuverlässig“ „zeigte stets Engagement“

Note 4

„zu unserer Zufriedenheit“ „zeigte sich zuverlässig“ „zeigte Engagement“ „war motiviert“

Note 5

„Insgesamt/im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit“

Wir schätzen Dein Arbeitszeugnis ein. Wenn Dein Chef Dich zu schlecht bewertet hat, kannst Du dagegen angehen! Unsere erfahrenen Anwälte erkennen direkt, an welchen Stellen Änderungen notwendig sind! Wenn es drauf ankommt, unterstützen wir Dich vor Gericht, um die Verbesserungen durchzuboxen. Melde Dich hier für eine kostenfreie telefonische Beratung an.

Achtung

Dein Chef muss Dich “wohlwollend” bewerten. Er darf nicht willkürlich negativer bewerten, als Du tatsächlich gearbeitet hast.

6.

Kann ich ohne Kündigung ein Arbeitszeugnis anfordern?

Willst Du ein Arbeitszeugnis haben, obwohl Deine Anstellung ganz normal weiterläuft – Von Kündigung kein Wort? Ein Zwischenzeugnis kannst Du jederzeit von Deinem Chef verlangen!


Es gibt Fälle, in denen ein Zwischenzeugnis Sinn macht. Nämlich immer dann, wenn ein größerer Wechsel ansteht. Damit hast Du Deine bisherige gute Leistung Schwarz auf Weiß dokumentiert und kannst Dich vor möglichen Änderungen schützen:

Es kommt ein neuer Chef:

Du hast Dich gut mit Deinem jetzigen Chef verstanden, aber ob das auch mit dem neuen so wird? Der kann nämlich Deine Arbeitsweise komplett anders sehen, Deine bisherigen Erfolge können damit wertlos sein.

Du wechselst intern den Job:

Wenn Du neue Aufgaben übernehmen musst, ist es gut, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Wenn Du nicht so gut mit den neuen Aufgaben zurecht kommst, hast Du trotzdem für Deinen alten Bereich eine korrekte Bewertung bekommen.

Du möchtest Dich beruflich weiterbilden:

Wenn Du Weiterbildungen für Deinen Job machen willst, wollen manche Fortbildungsstätten ein Zwischenzeugnis sehen.

Du nimmst eine Auszeit:

Wenn Du zum Beispiel in Elternzeit oder ein Sabbatical gehst, kannst Du nie sicher sein, dass Dein Job an genau derselben Position weitergeht wie davor.

Vereinbare am Besten ein Gespräch mit Deinem Chef und sprich Deinen Wunsch direkt an.

Achtung

Versichere Deinem Chef, dass Du nicht vorhast, zu kündigen. Denn er wird vielleicht etwas stutzig. Eventuell wird er Dich verdächtigen, dass Du demnächst den Job wechseln und Dich auf andere Jobs bewerben willst. Wenn das gar nicht der Fall ist, kann euer das Verhältnis unnötig belastet werden. Daher achte auf Deine Formulierung!

7.

Mein Chef hat mich im Zeugnis schlecht bewertet!

Dein Chef darf Dich in Deinem Arbeitszeugnis nicht fälschlicherweise schlecht bewerten. Noch weniger darf er lügen, dass Du bestimmte Aufgaben nicht richtig erledigt hast. Er darf Dich nicht schlechter bewerten, um Dir eins auszuwischen. Wenn Du den Eindruck hast, Dein Chef verstößt gegen diese Regeln: Wehr Dich! Du kannst Dich bei einem Anwalt melden und das Zeugnis angreifen. Dann wird Dein Chef gezwungen, ein besseres zu schreiben. Das kann einen riesigen Unterschied in Deiner Jobsuche machen! Meld Dich bei cleverklagen, wenn Dir sowas passiert. Wir bieten einen Arbeitszeugnis-Check an. Wenn es etwas zu verbessern gibt, boxen unsere Anwälte das für Dich durch!

Fazit

Du hast ein Recht auf ein gutes Arbeitszeugnis. Beim Arbeitszeugnis gibt es eine eigene Sprache, an der man die Benotung erkennt. Wenn Du Dir unsicher bist, ob Dein Zeugnis gut ist, melde Dich bei uns. Wir schauen es uns zusammen an und unterstützen Dich, falls Du Hilfe brauchst.

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