Job kündigen per Post: Worauf kommt es an?

Das Wichtigste in Kürze
- Besonders wichtig ist das Datum, an dem Dein Brief zugestellt wird. Einen Tag später fängt nämlich die Kündigungsfrist an zu laufen.
- Du musst beweisen können, wann Du die Kündigung eingeworfen hast, und auch, dass in dem Brief wirklich eine Kündigung war. Sonst kann Dein Chef behaupten, er hätte die Kündigung nicht erhalten.
- Es ist egal, ob Dein Chef den Brief öffnet. Du musst nur beweisen, dass Dein Chef die Post tatsächlich bekommen hat.
In diesem Ratgeber
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Worauf muss ich achten?
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Einwurf-Einschreiben, persönlich oder per Bote: Wie verschicke ich die Kündigung am Besten?
Du möchtest deinen Job kündigen. Wie stellst Du es am Besten an, wenn Du die Kündigung nicht persönlich übergeben kannst? Wir erklären Dir, auf was Du aufpassen musst.
1.
Worauf muss ich achten?
Wenn Du Deine Kündigung per Post verschicken willst, ist das Allerwichtigste, dass Du beweisen kannst, an welchem Tag Dein Chef die Kündigung bekommen hat! Denn dann beginnt die Kündigungsfrist zu laufen.
Kündigungsfrist: Welches Datum zählt?
Man geht davon aus, dass der Briefkasten jeden Morgen geleert wird. Deswegen beginnt die Kündigungsfrist am Tag, nachdem die Kündigung in den Briefkasten geworfen wird. Sonntag ist dabei ausgenommen! Wenn man den Brief also am Samstag einwirft, dann fängt die Kündigungsfrist erst am Montag an.
Wichtig
Das Datum auf Deinem Kündigungsschreiben ist für die Kündigungsfrist nicht relevant!
2.
Einwurf-Einschreiben, persönlich oder per Bote: Wie verschicke ich die Kündigung am Besten?
Auch wenn viele zu einem Einwurf-Einschreiben raten, weil Du dann den Eingang des Briefes beweisen kannst: Bei einer Kündigung per Brief gibt es eine zentrale Problematik! Du musst beweisen können, dass in dem Brief auch wirklich Deine Kündigung drin war. Ansonsten kann Dein Chef behaupten, dass er zwar einen Brief bekommen hat, aber dass nicht Deine Kündigung drin war. Vor Gericht hättest Du dann die Verantwortung, das Gegenteil zu beweisen.
Das sind deine sichersten Möglichkeiten:
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Du wirfst den Brief zusammen mit einem Zeugen ein: Frag dafür einfach einen Freund oder eine Freundin. Sie sollen vorher die Kündigung lesen und sehen, wie Du sie in den Brief packst. Danach begleiten sie Dich bis zum Briefkasten und sehen, dass Du den Brief einwirfst.
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Du lässt Deine Kündigung von einem professionellen Boten oder Gerichtsvollzieher bringen: Die Option kostet ein bisschen, aber dafür hast Du im Nachhinein auch keinen unnötigen Stress an der Backe. Der Bote liest sich die Kündigung vorher durch, steckt sie in den Brief und notiert sich die Uhrzeit, zu der er den Brief eingeworfen hat.
Alle anderen Optionen sind nicht wirklich sicher und können zu Nachteilen für Dich führen.
Hinweis
Die sicherste und effektivste Methode ist die persönliche Übergabe. Schau dazu einfach mal in unseren Artikel Kündigung persönlich abgeben - so geht’s!
Fazit
Damit Du auf der sicheren Seite bist, wirfst Du den Brief am Besten zusammen mit einem Zeugen ein. Oder Du lässt das einen Boten oder Gerichtsvollzieher erledigen. Andere Optionen können wir Dir nicht empfehlen, weil sie weniger sicher sind. Wir von cleverklagen wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner Kündigung!
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